Über mich...
Geboren und aufgewachsen im Waldviertel, Jahrgang 1957, Gymnasium in Horn, Studium Deutsche Philologie und Geografie an der Universität Wien, verheiratet, 2 (erwachsene) Kinder, wohnhaft in Horn.
Lehrer in Horn an der Höheren Bundeslehranstalt für Wirtschaft
(Angewandte Informatik, Medieninformatik, Deutsch);
Referent für Digitale Bildbearbeitung und Webdesign an den Pädagogischen
Hochschulen Niederösterreich und Wien
2000/2001 Ausbildung am WIFI St. Pölten zum Webmaster / Webdesigner
Jahrelange Erfahrung in der Dunkelkammer, aber schon seit 1993 (!) Beschäftigung mit der Digitalfotografie und der Bildbearbeitung am PC
Kamera: Nikon D700 und D200
Die Fotografie ist für mich ein bewusstes Erleben der Welt, eine Intensivierung von Eindrücken, Stimmungen und Gefühlen. Fotografie ist nicht das Abbilden der Wirklichkeit, sondern die Schaffung einer neuen - der eigenen - Wirklichkeit und Sicht der Welt, immer subjektiv, nie objektiv. Bilder verstärken die Erinnerung und halten Erlebnisse und Eindrücke im Bewusstsein fest.
Erfolge:
1996 Mention d´Honneur durch die Fédération de l´Art
Photographique
1996 Teilnehmer beim World Cup Salon
1998 IIWF-Medaille in Gold beim 2nd VOEAV-Salon for Digital Imaging
1999 Silbermedaille in der Kombination bei der Österreichischen Staatsmeisterschaft
für künstlerische Fotografie
1999 Einzelmedaille für zweitbestes Einzeldia bei der Österr. Staatsmeisterschaft
für künstlerische Fotografie
1999 Sonderpreis für bestes Schwarzweiß-Bild beim 3rd VOEAV-Salon
for Digital Imaging
2002 Sieger in der Sparte Farbbilder bei der Regionalmeisterschaft
2006 Bestes Schwarzweiß-Bild bei der Regionalmeisterschaft
2007 Sieger in der Kombination und Sparte Schwarzweiß bei der Regionalmeisterschaft,
jeweils bestes Einzelbild in den Sparten Schwarzweiß und Digital
2011 Regionalmeisterschaft 3. Platz Farbbilder
Seit 2005 Ehrenmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Photographie (Hon. ES-ÖGPh.)
Meine Bildergalerien im Internet :
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| Österreichische Gesellschaft für Photographie | |
Über meine Fotografie...
Rede anlässlich der Eröffnung meiner Ausstellung "(e)motion" in der Sparkasse Horn (April 2007)
Der leider schon verstorbene französische Fotograf Jeanloup Sieff sagt: „Fotografie ist die Trauer über die vergängliche Zeit und das Bedürfnis, einige Augenblicke festzuhalten. Fotografie ist unlösbar mit der Zeit verknüpft, die sie festhält, mit der Zeit, die zwischen den Fingern, zwischen den Augenblicken zerrinnt, mit der Zeit der Dinge und Menschen, des Lichts und der Gefühle. Die Zeit wird nie mehr das sein, was sie war.“
Rasend schnell hat sich die Revolution der digitalen Fotografie vollzogen. In nicht einmal zehn Jahren ist kein Stein auf dem anderen geblieben. Die Entwicklung der Wertigkeit des Fotos als solches vom unwiederbringlichen Erinnerungsstück zu einem Wegwerfprodukt einer digitalen und handyknipsenden Masse scheint bereits mehr als vollzogen.
Eben erst aufgenommen, irgendwo gespeichert oder gleich wieder gelöscht und vergessen. Wir drohen in einer Bilderflut unterzugehen, weil es eben so leicht ist, auf den Auslöser zu drücken. Die überquellende Bilderwelt ist ein Spiegelbild unserer Gesellschaft, die heute bereits morgen lebt und für gestern keine Zeit mehr hat. Und trotzdem möchte ich die digitale Bilderwelt nicht missen. Es ist viel leichter geworden, seine Erinnerungen und Stimmungen einem größeren Publikum über Mail, Internetgalerien etc. zugänglich zu machen.
Als Fotograf trägt man selber die Verantwortung, dass Bilder nicht zur belanglosen Massenware verkommen. Eine Möglichkeit ist eben, einzelne Bilder hervorzuheben aus der anonymen Masse und sie einem interessierten Kreis zugänglich zu machen – das ist auch mit ein Grund für Galerien im Internet oder hin und wieder Ausstellungen.
Einige Anmerkungen zur Fototechnik:
Alle Bilder werden digital fotografiert und am Computer mehr oder weniger
stark nachbearbeitet mit dem Programm Photoshop. Oft sind es nur kleine,
kaum merkbare Korrekturen; die Ausbelichtung der Papierbilder erfolgt über
den Fotohandel.
Entstanden sind die Bilder im eigenen Fotostudio, auf Reisen, bei diversen Veranstaltungen, beim Bodypainting Festival in Kärnten, bei Aktseminaren mit den bekannten ungarischen Fotokünstlern Czeni Jung und Janos Eifert usw.
(e)motion - der Titel meiner letzten Ausstellung war ein spontaner Einfall,
Bilder mit Bewegung und Bilder, die mich bewegen, Bilder, die an Begegnungen
und Stimmungen erinnern, Augenblicke und Eindrücke, die es wert sind,
festgehalten zu werden. Die Auswahl erfolgte nach sehr subjektiven Kriterien,
ist vielleicht nicht überall für jedermann nachvollziehbar.
Trotzdem glaube ich, dass genug Aufnahmen dabei sind, die Sie berühren, egal, ob das ein Blick in unbekannte, geheimnisvolle Augen ist oder die Sehnsucht nach der Ferne in den Landschaften.
„Ein Bild gibt uns das Gefühl, die ganze Welt in Händen
zu halten. Fotos sind Dokumente des Augenblicks, des Lebens,“
schreibt Mario Cohen. Besondere Augenblicke und ein sehr sensibler Bereich
sind die Aufnahmen mit Menschen, vor allem Mädchen und Frauen, weil
hier die abgebildete Person sehr viel von seiner Persönlichkeit, seiner
Privatsphäre hergibt und das Vertrauen zwischen Fotograf und Modell
stimmen muss.
Im Bereich der Aktfotografie steht immer die Ästhetik und nie die provokante Nacktheit im Vordergrund, eine schwierige Gratwanderung zwischen Schutz der Intimität und blankem Voyeurismus. Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich bei den jungen Damen bedanken für das große Vertrauen und teilweise natürlich auch den aufgebrachten Mut. Nicht weniger bedanken möchte ich mich bei meiner Frau für das noch größere Vertrauen in die Seriosität meiner Fotografie.
Ein ganz anderer, aber ebenso spannender Motivbereich ist in den letzten Jahren für mich die Tanzfotografie geworden, mit analogen Mitteln kaum umzusetzen, in der Digitalfotografie ein weites Experimentierfeld. Hier stehen ebenfalls Mensch und ästhetische Bewegung im Vordergrund. Das Horner Kunsthausfest und Wiener Tanzworkshops lassen eine Fülle von Bildern entstehen.
Nachdem ich bereits in den Studentenjahren vor Jahrzehnten über das Geografiestudium zur Landschaftsfotografie gekommen bin, beansprucht dieser Bereich in den letzen Jahren wieder mein verstärktes Interesse. Vielleicht ist es auch eine Folge des reiferen Alters, dass man sich wieder ruhigeren Motiven zuwendet und in stilleren Gewässern segelt. Es sind hier zwei Landschaftsformen, die mich besonders beschäftigen: von Anfang an war dies die faszinierende Welt der Berge – dazu ist in den letzten Jahren die Wüste gekommen. Dabei geht es neben dem Fotografieren auch immer mehr und zunehmend um emotionale Erfahrungen.
Die Berge und die Wüsten sind Orte der Extreme, entziehen sich der menschlichen Beherrschung und Unterwerfung, zeigen uns, wie klein wir eigentlich sind, bieten in der so hektischen und ruhelosen Zeit Rast, Geborgenheit und Besinnung, führen uns zurück zu den Wurzeln des Lebens und lassen uns nachdenken über unser Dasein – wenn wir das wollen und vor allem zulassen können.
Wenn Sie in den Fotos hier auch nur einen Teil dieser Emotionen nachvollziehen
können, so ist das ein schöner Erfolg für meine Bilder.
Zum Schluss noch ein Zitat des unerreichten Fotografen Henri Cartier-Bresson:
„Fotografieren heißt den Atem anzuhalten, wenn sich im Augenblick
der flüchtigen Wirkung all unsere Fähigkeiten vereinigen. Kopf,
Auge und Herz müssen dabei auf eine Linie gebracht werden. Fotografieren,
das ist eine Art zu schreien, es ist eine Art zu leben.“
